Heinz Körner:
Ein Leben zwischen Tuschefeder und Sprechblase
Wer steckt hinter dem Strich?
Heinz Körner, 1940 in Lichtenfels geboren, ist eine echte Legende der deutschen Comic-Geschichte. Was in seiner Kindheit mit heimlichen Zeichnungen auf Tapeten und in Schulheften begann, führte ihn direkt in die Ateliers der bekanntesten Verlage des Landes. Mit seiner ruhigen Art und einem unermüdlichen Talent hat er Generationen von Lesern geprägt – immer von seiner Heimat Reundorf aus.
Von Fix und Foxi bis zum Kult-Känguru
Die Liste seiner Werke liest sich wie ein Who-is-Who der Kiosk-Klassiker. Nach seiner Ausbildung zum Werbekaufmann zeichnete er bereits Anfang der 60er Jahre für Rolf Kauka an der berühmten „Fix und Foxi“-Familie sowie an Serien wie „Knox“ oder „Mischa“. Es folgten Stationen bei Lehning („Hörni“), Bastei („Felix“) und dem Kelter Verlag, für den er Figuren wie „Mucki und Matzi“ oder „Käpt’n Snuffy“ kreierte.
Yinni und Yan: Ein Vierteljahrhundert Yps-Geschichte
Sein Lebenswerk schuf Heinz Körner ab 1975: Für das Kult-Magazin „Yps mit Gimmick“ erfand er die Reporter-Serie „Yinni und Yan“.
1235 Episoden: Über 25 Jahre lang begleitete er die Helden Yinni, Yan, Yorick und Yack.
Heimatliebe: In Folge 626 schickte er seine Figuren sogar auf den heimischen Staffelberg, um dort nach einem sagenumwobenen Fisch zu forschen.
Fleiß: In Spitzenzeiten zeichnete er bis zu zehn Comicseiten pro Woche – eine der am längsten laufenden Serien eines einzelnen Zeichners in Deutschland.
Heimatverbunden
Handwerk ohne Pathos
Trotz des riesigen Erfolgs von „Yps“ blieb der „Comicopa“ bescheiden. Er verzichtete auf das Leben im Ausland und arbeitete lieber über 50 Stunden die Woche an seinem angestammten Zeichenpult in Reundorf. Für ihn waren Comics immer „Bildgeschichten in Sequenzen“. Seine Leidenschaft für den präzisen Strich hat er dabei nie verloren: Selbst nach dem Ende von Yps im Jahr 2000 legte er die Feder nicht aus der Hand und widmete sich gemeinsam mit Partnern neuen, digitalen Medien.
Wusstest du schon?
n den 50er Jahren war die Begeisterung für Comics nicht überall gern gesehen. Heinz Körner erinnert sich schmunzelnd daran, wie die Kirche vor den „Bildschriften“ warnte. Ein Geistlicher fragte ihn einst entsetzt, ob er sein Talent nicht für etwas „anderes“ nutzen könne. Zum Glück für alle Comic-Fans blieb er seiner Leidenschaft treu und hat es bis heute gern, „ein Ding recht hübsch zu vertrudeln“.
Schreibe uns dein Anliegen:
Du hast Fragen zu den Werken von Heinz Körner oder suchst den Austausch zu seinen Comics? Schreib uns einfach!